• „Glasfaser first“: Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein geben den richtigen Weg zu reinen Glasfaser-Infrastrukturen vor – Union setzt auf flächendeckende Gigabit-Glasfaser-Netze – „Aktionsplan Glasfaser“ des BREKO zeigt Wirkung
  • BREKO startet eigene Wahlkampagne und ruft Politik auf: „Zeigen Sie Digital-Courage!“

 

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt die heute bekannt gewordenen Pläne der Unionsfraktion, bis zum Jahr 2025 auf bundesweit flächendeckend verfügbare Gigabit-Glasfaser-Netze zu setzen. Dieses Ziel soll in erster Linie durch privatwirtschaftliche Investitionen sowie „erhebliche ergänzende staatliche Unterstützung“ für den Ausbau dünn besiedelter Regionen realisiert werden. Investitionen in die digitale Infrastruktur müssten so „selbstverständlich sein wie unsere regelmäßigen Investitionen ins Straßen- oder Schienennetz“, heißt es.

„Die Union hat absolut richtig erkannt: Reine Glasfaseranschlüsse für alle Bürger und Unternehmen unseres Landes sind schon bald so wichtig wie ein Wasser- oder Stromanschluss. Sie bilden einen zentralen Grundstein für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand für die heutige Gesellschaft sowie kommende Generationen“, sagt BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. „Die mehr als 160 Netzbetreiber unseres Verbands setzen auf reine Glasfaseranschlüsse – und damit auf die Zukunft. Daher ist es wichtig und richtig, dass sich die Politik mit einem ambitionierten Glasfaser-Infrastrukturziel ebenso eindeutig zugunsten der Zukunft von Bürgern und Unternehmen positioniert.“

Der BREKO begrüßt in diesem Zusammenhang ebenso die klare Ausrichtung der künftigen Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen auf reine Glasfaserinfrastrukturen. Schleswig-Holstein, schon heute bundesweiter Spitzenreiter bei der Verfügbarkeit ultraschneller, direkter Glasfaseranschlüsse bis ins Haus oder die Wohnung (bereits für knapp ein Viertel aller Haushalte verfügbar), hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 alle Haushalte mit echten Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Das Land brauche einen „Netzinfrastrukturwechsel weg vom Kupfer hin zur Glasfaser“, heißt es im Koalitionsvertrag wörtlich.

In Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland Nordrhein-Westfalen gilt künftig bei allen öffentlichen Fördermaßnahmen und entsprechenden Ausschreibungen das Prinzip „Glasfaser first“ anstelle des Aufrüstens alter Kupferkabel. Bis 2025 sollen flächendeckend Gigabit-Netze in Nordrhein-Westfalen ausgerollt sein.

Die dargestellte Entwicklung zeigt: Der Anfang März dieses Jahres veröffentlichte „Aktionsplan Glasfaser“ des BREKO zeigt bereits deutlich Wirkung – und wird durch die klare Ausrichtung von CDU/CSU sowie der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein noch einmal nachdrücklich verstärkt. Mit den im Aktionsplan Glasfaser adressierten, zentralen Maßnahmen appelliert der BREKO an die Politik, den Fokus künftig ausschließlich auf den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Glasfaser-Anschlüssen bis in alle Gebäude Deutschlands zu legen und ein nachhaltiges und langfristig angelegtes Glasfaser-Infrastrukturziel deutlich über die kommende Legislaturperiode hinaus zu formulieren: Deutschland braucht bis 2025 flächendeckend Glasfaseranschlüsse mit mindestens 1 GBit/s.

Damit nicht nur Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Digital-Courage zeigen und sich unmissverständlich zur reinen Glasfaser bekennen, hat der BREKO im Vorfeld der kommenden Bundestagswahl eine eigene On- und Offline-Wahlkampagne gestartet, die sich mit dem Claim „Zeigen Sie Digital-Courage!“ und der Botschaft „Deutschland braucht Ihre Stimme für wirklich schnelles Internet. Gemeinsam umschalten auf Lichtgeschwindigkeit – mit bundesweitem Glasfaserausbau.“ insbesondere an die politischen Entscheidungsträger des Landes, aber natürlich auch alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands richtet.

Auf der eigens eingerichteten Aktions-Website www.wirklich-schnell.de zeigt der führende deutsche Glasfaserverband in einem Acht-Punkte-Plan auf, wie Deutschland der Sprung in die moderne Gigabit-Gesellschaft gelingen kann. Die dort plakativ genannten acht Punkte entstammen inhaltlich dem Aktionsplan Glasfaser des BREKO.

Auf einem eigenen Stimmzettel können sich die Besucher der Seite schließlich für das „Digitale Mittelalter“ auf Basis antiker Kupferleitungen oder die „Gigabit-Zukunft“ auf Basis reiner Glasfasernetze entscheiden. Der Stimmzettel wird in ganzseitigen Anzeigen auch in bestimmten Fachmagazinen (Print) veröffentlicht. Die Ergebnisse wird der BREKO nach der Bundestagswahl Ende September veröffentlichen, damit sie von der neuen Bundesregierung bei der Konzeption einer neuen Breitbandausbau-Strategie berücksichtigt werden können.

„Mit unserer unkonventionellen, aber klar und prägnant formulierten Wahlkampagne wollen wir für den einzig richtigen und zukunftssicheren Weg in die Gigabit-Gesellschaft werben“, erläutert BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers die Motivation des Verbands. „Ohne flächendeckend verfügbare Glasfaseranschlüsse bis in alle Gebäude bleibt Deutschland beim Thema Highspeed-Internet in den kommenden Jahren nicht nur auf dem Standstreifen, sondern wird vollends abgehangen.“

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