24. Januar 2025

WIK-Kurzstudie – Leitbild für nachhaltig funktionsfähigen Wettbewerb in der Glasfaserwelt

Im Dezember hat das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) die Studie „Leitbild für nachhaltig funktionsfähigen Wettbewerb in der Glasfaserwelt“ veröffentlicht, die hier abrufbar ist.

Die Studie untersucht, wie in einer künftigen „Glasfaserwelt“, in der in Deutschland flächendeckend Glasfaseranschlüsse verfügbar sind, ein nachhaltig funktionsfähiger Wettbewerb im Markt aussehen und funktionieren kann. Der BREKO wird die Studie analysieren und kommentieren. Nach

Die wichtigsten Studieninhalte haben wir für Sie nachfolgend zusammengefasst:

Hintergrund der Studie: Deutschland hat trotz Fortschritten im Glasfaserausbau noch Nachholbedarf. Die Gigabitstrategie der Bundesregierung fokussiert sich auf den Ausbauwettbewerb, jedoch fehlt ein klares wettbewerbspolitisches Leitbild.

Ziel der Studie: Entwicklung eines Leitbilds für einen nachhaltig funktionsfähigen Wettbewerb in der Glasfaserwelt.

  • Was ist nachhaltig funktionsfähiger Wettbewerb?
  • Wettbewerbsfunktionen: Sicherung von Handlungs- und Wahlfreiheit, effiziente Allokation, dynamische Effizienz und Verhinderung leistungsfremder Einkommen.
  • Nachhaltigkeit: Wettbewerb ist nachhaltig, wenn er strukturell abgesichert ist, was bei Infrastrukturwettbewerb eher der Fall ist als bei zugangsbasiertem Wettbewerb.
  • Funktionsfähigkeit: Funktionsfähiger Wettbewerb setzt die Existenz mehrerer Wettbewerber voraus, idealerweise mindestens drei.
  • Was ist die Glasfaserwelt?
  • FTTH-Netze: Ziel ist eine flächendeckende Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen bis 2030.
  • Kupfernetz: Das Kupfernetz ist ein Auslaufmodell und sollte zugunsten der Glasfaser abgeschaltet werden.
  • Kabelnetze: Kabelnetze bieten heute noch wettbewerbsfähige Produkte, stehen aber unter Druck durch die überlegene Performance der FTTH-Netze.
  • Ein wettbewerbspolitisches Leitbild für die Glasfaserwelt
  • Infrastrukturwettbewerb: Dieser sollte dort gefördert werden, wo er langfristig und nachhaltig Bestand haben kann.
  • Ko-Invest-Modelle: Diese Modelle, bei denen mehrere Netzbetreiber gemeinsam in den Ausbau investieren, sind besonders effizient.
  • Zugangsbasierter Wettbewerb: Der Zugang zur Glasfaser-TAL (Teilnehmeranschlussleitung) und Bitstromzugang sind zentrale Bausteine für den Wettbewerb.
  • Regulatorische und wettbewerbspolitische Unterstützung
  • Evaluierung der „Glasfaserregulierung light“: Überprüfung der aktuellen Regulierungsansätze.
  • Maßnahmen gegen strategischen Überbau: Einführung einer Ausbauliste für FTTH-Bauvorhaben der Deutschen Telekom.
  • Durchsetzung des Zugangs zur Glasfaser-TAL: Förderung des Wettbewerbs durch Zugang zur Glasfaser-TAL.
  • Regelungen zum Wohnungsanschluss: Schaffung klarer Zugangsmodelle zur gebäudeinternen Infrastruktur.
  • Konzept zur Kupfer-Glas-Migration: Entwicklung eines Gesamtkonzepts zur Abschaltung des Kupfernetzes.