14. August 2026

BREKO in den Medien 08/2026

Erwähnungen des BREKO in den Medien im Zeitraum 9. Juli bis 14. August 2026 in chronologischer Reihenfolge:

Studie: Verpflichtende Kupferabschaltung ist EU-rechtskonform
In einer Stellungnahme für den Breko argumentiert Jürgen Kühling, dass die Regeln im Digital Networks Act zur Abschaltung der alten Kupfernetze europarechtlich in Ordnung sind. Er widerspricht damit einem Gutachten von Connect Europe.
Der juristische Streit um die Abschaltung der Kupfernetze geht in die nächste Runde. Er dreht sich um die Frage, ob die im Digital Networks Act (DNA) vorgesehene verpflichtende und regelbasierte Abschaltung der Kupfernetze europarechtlich zulässig ist oder nicht. Ja, stellt Jürgen Kühling, Professor für Öffentliches Recht an der Universität Regensburg, in einer aktuellen Stellungnahme für den Breko fest. Damit weist der Experte für Telekommunikations- und Regulierungsrecht die Gegenargumente von Roberto Mastroianni, Professor für Europarecht an der Universität Neapel, zurück.
Europe.Table (Paywall)

Breko-Gutachten verteidigt EU-Pläne zum Kupferaus
Ein neues Rechtsgutachten im Auftrag des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) kommt zu dem Ergebnis, dass die EU-Pläne zum Digital Networks Act (DNA) mit EU-Recht vereinbar sind. Die geplante Telekommunikationsverordnung soll unter anderem den zersplitterten Binnenmarkt harmonisieren. Umstritten ist dabei die vorgeschlagene schrittweise Abschaltung der Kupfernetze.
Vorgeschichte: Im März ließ der Breko schon mal die Rechtmäßigkeit des DNA vom Juristen Jürgen Kühling bewerten, der den Gesetzesvorschlag für vereinbar mit den EU-Grundrechten hielt. In einer Gegenstellungnahme im Auftrag des Verbands Connect Europe, dem auch die Telekom angehört, zweifelte der EU-Rechtsprofessor Roberto Mastroianni im Mai die Vereinbarkeit an.
Süddeutsche Zeitung Dossier (Paywall)

Kupfer-Aus: Neues Gutachten widerspricht rechtlichen Bedenken
Ein neues Gutachten sieht die geplante EU-weite Abschaltung von Kupfernetzen bis 2035 als europarechtlich zulässig an und widerspricht damit früheren Bedenken.
heise online

Digital Networks Acts – Kupferabschaltung ist keine Enteignung
Die Abschaltung alter Kupfernetze in der EU ist keine entschädigungspflichtige Enteignung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten des Breko.
Golem.de

Von Kupfer zu Glasfaser: Streit per Gutachten
Die Europäische Kommission plant, die Kupfernetze in den Mitgliedstaaten in zwei Schritten abzuschalten. So sieht es ihr Entwurf für den Digital Networks Act vor. Nun streitet sich die Branche darüber, ob das mit EU-Recht vereinbar ist.
Tagesspiegel Background (paywall)

Verbände kontern Glasfaser-Gesetzentwurf mit eigenem Vorschlag
Verbände und Telekommunikationsfirmen reagieren auf geplante Gesetzesänderungen zum Glasfasernetz mit einem Gegenvorschlag. Eine freiwillige Vereinbarung soll für offenen Zugang sorgen.
Energie & Management

Kommunale Netzbetreiber setzen auf Selbstverpflichtung
Kommunale Glasfaser-Betreiber wollen eine Regulierung nach Paragraf 22a im TKG abwenden und versprechen deshalb Open Access in Fest- und Mobilfunk-Netzen.
Golem.de

Weniger Baustellen, mehr Glasfaser? Verbände fordern Öffnung der Netze für mehr Tempo beim Ausbau
Milliarden fließen in den Glasfaserausbau, doch vielerorts entstehen doppelte Netze. Branchenverbände wollen das ändern – ihr Vorstoß hat jedoch eine Bedingung.
Merkur.de

Bündnis schlägt „Fairplay-Agreement“ für Open-Access im Glasfaserausbau vor
Ein Bündnis aus Stadtwerken und regionalen Telekommunikationsanbietern drängt auf eine freiwillige Branchenvereinbarung für den Netzzugang. Im Zentrum steht Open Access: Festnetzanbieter sollen ihre Glasfaserleitungen für Konkurrenten zu fairen Bedingungen öffnen. Gleichzeitig soll auch im Mobilfunk die Öffnung von Masten und 5G-Netzen für andere Anbieter festgeschrieben werden. Die Initiative will damit strenger geplante gesetzliche Vorgaben nach § 22a TKG abfedern, die aus Sicht der Anbieter Unsicherheit erzeugen.
IT Boltwise

Ausbau der Glasfasernetze: Fairplay-Vereinbarung soll Internetausbau beschleunigen
Die Telekom-Konkurrenten setzen beim Breitbandausbau auf Kooperation: Eine freiwillige Öffnung der Netze soll den Glasfaserausbau vorantreiben. So ganz aus reinem Herzen kommt die Idee aber nicht.
dpa (via Der Spiegel)

Fairplay-Agreement: Regionale Anbieter wollen Glasfaser- und Mobilfunknetze öffnen
Die Verbände BDEW, Breko und VKU schlagen eine freiwillige Vereinbarung für mehr Open Access bei Glasfaser und Mobilfunk vor. Das sogenannte Fairplay-Agreement soll den Netzausbau beschleunigen, unnötigen Doppelausbau vermeiden und zugleich neue gesetzliche Vorgaben verhindern, so die vorliegenden Informationen.
Stadt Bremerhaven

Glasfaser-Urteil: OLG Karlsruhe zwingt Telekom zum Rückbau
Das Oberlandesgericht Karlsruhe zwingt die Telekom zum Rückbau nicht genehmigter Glasfaseranschlüsse. Die Entscheidung vom 24. Juni 2026 (Az. 6 W 15/26) ist die erste obergerichtliche Klarstellung zum Spannungsfeld zwischen EU-Gigabit-Infrastrukturverordnung (GIA) und nationalem Telekommunikationsgesetz (TKG).
boerse-express.com

Oberlandesgericht lässt Glasfaser der Telekom wieder rückbauen
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat der Deutschen Telekom untersagt, gebäudeinterne Anschlüsse ohne Zustimmung des Eigentümers zu verlegen.
Golem.de

Leerrohrzugang: BNetzA legt Vertragsregeln fest
Die Bundesnetzagentur hat am 22. Juli 2026 drei Entscheidungen zum Zugang zu Leerrohren und Masten marktbeherrschender Unternehmen veröffentlicht. Damit stehen nach den bereits geregelten Entgelten nun auch die vertraglichen Zugangsbedingungen fest – Entscheidungen, die laut Behörde vom Markt teils dringend erwartet wurden.
Cable!vision

Seit 10 Jahren freie Routerwahl: Was Kunden davon haben
Seit zehn Jahren haben Inter­netkunden freie Routerwahl. Das stärkt Wettbewerb, spart Geld und schützt vor Gerätezwang durch den Anbieter. Doch das war und ist nicht immer selbst­verständ­lich.
teltarif.de

Breko über Resilienz – Rechenzentren der Hyperscaler sind nicht für jeden
Deutschland braucht regionale Rechenzentren. Dafür sieht der Branchenverband Breko die Stadtwerke gut aufgestellt.
Golem.de

Mobilfunknetzbetreiber und Rechenzentren drängen auf Vorrang
Nur drei Werktage hatten die Bundesländer und Verbände Zeit, den neuesten Entwurf für das Netzanschlusspaket zu kommentieren. Auf den Entwurf hatten in der Digitalbranche gerade Mobilfunknetzbetreiber und die Rechenzentrumsbranche gewartet.Gelassener blickt der Breko auf das Paket. In dem Verband sind vordergründig Glasfaserausbauer organisiert. Relevant ist das Gesetzespaket für sie, weil sie selbst Rechenzentren betreiben und für Verteilstandorte Stromanschlüsse brauchen. „Ein absoluter Vorrang für eine Branche ist ohnehin nicht möglich. Es gibt zu viele Bedarfe“, sagt Sven Knapp, Mitglied der Breko-Geschäftsleitung. Allgemeiner zu bleiben, sei deshalb sinnvoll. Da die Netzbetreiber gesetzliche Ziele berücksichtigen sollen, könnten sie die Versorgungspflichten der Mobilfunker als solche einordnen und entsprechende Standorte priorisieren
Tagesspiegel Brackground (paywall)

Telekom muss Leerrohre fünf Jahre lang zu festen Konditionen öffnen
Die Bundesnetzagentur hat die vertraglichen Zugangsbedingungen für Kabelkanäle und Masten der Telekom für Wettbewerber zum Glasfaserausbau final festgelegt.
heise online

Welcher Leerrohrzugang der Telekom den Ausbau voranbringt
Die Bundesnetzagentur legt verbindliche Regeln für die Mitnutzung passiver Telekom-Infrastruktur fest. Während der VATM Planungssicherheit feiert, sieht der Breko Fehlanreize für den echten Glasfaser-Ausbau und Bürokratie.
Golem.de

BNetzA legt Bedingungen für Telekom-Leerrohrzugang fest
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die vertraglichen Bedingungen festgelegt, zu denen Wettbewerber die Leerrohre und Masten der Telekom nutzen können. Der Zugangsvertrag hat eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren, teilte die Behörde mit.
Der Breko bewertet den regulierten Leerrohrzugang grundsätzlich skeptischer und bevorzugt Open Access über Bitstrom-Vorleistungen.
Süddeutsche Zeitung Dossier (Paywall)

Netcologne: Telekom-Vorleistungsverträge schalten regionale Anbieter aus
Die Bundesnetzagentur will die Telekom in ersten Regionen aus der Regulierung entlassen.
Golem.de

Top-Manager von Netcologne und M-Net warnen vor Telekom-Deregulierung
Die Bundesnetzagentur erwägt, die Telekom in vier Städten aus der bisherigen Regulierung zu entlassen. Zwei regionale Glasfaseranbieter warnen: Der Schritt kommt zu früh und könnte unwiderrufliche Folgen für den gesamten deutschen Markt haben.
Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI (Paywall)

Warum es in Deutschland keine 25 GBit/s für 70 Euro gibt
In der Schweiz setzt man auf die Topologie P2P (Point-to-Point) und bietet extrem hohe Datenraten günstig an. Golem wollte von den Netzbetreibern wissen, warum es so etwas hierzulande nicht gibt.
Golem.de

Zu spät gebucht: Glasfaseranschluss kostet dich jetzt bis zu 1.500 Euro
Ein Satz vorweg: Der Glasfaser-Hausanschluss ist für Netzbetreiber eine Wette. Sie verlegen die Leitung zu dir, bevor sie wissen, ob du sie je buchst. Deshalb ist er für dich in einem engen Zeitfenster kostenlos. Verpasst du es, wird es teuer. Richtig teuer.
inside digital

KI-Infrastruktur in Deutschland: Mehr Gewerbesteuer soll Akzeptanz für Rechenzentren erkaufen
Proteste gegen neue Rechenzentren-Projekte sind Teil des KI-Widerstands, auch in Deutschland wehren sich Anwohner gegen solche Bauvorhaben. Die Bundesregierung will nun den Ausbau beschleunigen und vor Ort für mehr Akzeptanz werben. Der Hebel: Kommunen sollen stärker bei der Gewerbesteuer profitieren.
ComputerBase