30. September 2026

Gemeinsames Statement: Europa braucht einen klaren und planbaren Übergang von Kupfer zu Glasfaser

Brüssel, 30. September 2026 – 19 europäische Verbände und Organisationen aus dem kommunalen Bereich, der Wirtschaft sowie dem Energie-, Digital- und Infrastruktursektor haben einen gemeinsamen Aufruf für einen zeitnahen und investitionsfreundlichen Rahmen für die Abschaltung der Kupfernetze in Europa initiiert.

Die gemeinsame Erklärung bringt konkrete Vorschläge für einen klaren und praxisnahen Übergang von Kupfer- zu reinen Glasfasernetzen in die Verhandlungen zum Digital Networks Act (DNA) ein. Die Abschaltung der Kupfernetze bedeutet dabei weit mehr als die bloße Stilllegung veralteter Infrastruktur: Der Technologiewechsel hin zu Glasfaser ist ein zentraler strategischer Schritt für ein leistungsfähiges, resilientes und zukunftssicheres Netz, das Europa dringend für seine digitale Wirtschaft, technologische Souveränität und internationale Wettbewerbsfähigkeit benötigt.

Der DNA bietet die entscheidende Gelegenheit, eine klare Richtung für den Wechsel von Kupfer auf Glasfaser vorzugeben. Die Unterzeichner appellieren an die politischen Entscheidungsträger auf EU-Ebene, einen objektiven, regelbasierten Rahmen für die Kupfernetzabschaltung zu schaffen und die technischen Einzelheiten der Umsetzung frühzeitig auszuarbeiten. Maßgeblich für den Start des Abschaltprozesses muss die Verfügbarkeit von Glasfaserinfrastruktur sein – verknüpft mit einem ambitionierten Schwellenwert für die Glasfaserausbauquote (Homes Passed).

Ein gut gesteuerter Übergang muss die Interessen der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie die aller Marktteilnehmer berücksichtigen. Gleichzeitig gilt, dass jede Verzögerung den ineffizienten Parallelbetrieb von Kupfer- und Glasfasernetzen verlängert und die für den weiteren Glasfaserausbau unverzichtbare Investitionssicherheit schwächt. Der Übergang von Kupfer zu Glasfaser ist nicht allein eine Frage der Technologie, sondern maßgeblich eine der Planbarkeit, des richtigen Zeitpunkts und verlässlicher Investitionsbedingungen.

Mit der gemeinsamen Erklärung bringen die Verbände und Unterzeichner konkrete Vorschläge in die europäische Debatte ein und unterstreichen die übergeordnete Bedeutung des Wechsels zu reinen Glasfasernetzen als strategische Infrastruktur für Europas digitale Zukunft.

Das vollständige Joint Statement finden Sie hier.

Die 19 Unterzeichner sind: Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), Verband kommunaler Unternehmen (VKU), Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Swedish Local Fibre Alliance, Fibre Alliance Denmark, ANGA Der Breitbandverband e.V., ALTO – Association of Licensed Telecommunications Operators, Bundesverband öffentliche Dienstleistungen – Deutsche Sektion des CEEP e.V. (bvöd), CEDEC – European Federation of Local & Regional Energy Companies, Deutscher Landkreistag, Der Mittelstand. BVMW, European Entrepreneurs CEA-PME, FNCCR, Macquarie Group, Open Fiber,  Österreichischer Gemeindebund, SGI Europe sowie VÖWG & VKÖ.

 

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung sind:

Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO)

Lea Köster | E-Mail: presse@brekoverband.de

Telefon: +49 176 300 209 48

 

Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

Kathrin Mohr| E-Mail: mohr@vku.de

Telefon: +49 30 58580-227 | +49 170 8580-227

 

Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)

Adrian Röhrig | E-Mail:  presse@bdew.de

Telefon: +49 30 300199-1176

 

Swedish Local Fibre Alliance

Louise Thorselius | E-Mail: louise.thorselius@stadsnatsforeningen.se

Telefon: +46 76110 02 88

 

Fibre Alliance Denmark

Morten Baadsgaard Trolle | E-Mail: MOB@greenpowerdenmark.dk

Telefon: +45 22 75 04 18

Über den BREKO

Als führender Glasfaserverband mit mehr als 550 Mitgliedsunternehmen setzt sich der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) erfolgreich für den Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Seine Mitglieder setzen klar auf die zukunftssichere Glasfaser und zeichnen für mehr als die Hälfte des Ausbaus von Glasfaseranschlüssen in Deutschland verantwortlich. Die über 260 im Verband organisierten Telekommunikations-Netzbetreiber versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete mit zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen. Im Jahr 2024 haben sie dafür 4,9 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen finden Sie unter brekoverband.de.