Nationale Rechenzentrumsstrategie: Wichtiger Schritt für den Rechenzentrumsstandort Deutschland
Berlin, 17.03.2026 – Zur Nationalen Rechenzentrumsstrategie der Bundesregierung, die morgen im Bundeskabinett verabschiedet werden soll, erklärt Sven Knapp, Hauptstadtbüroleiter beim Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO):
„Die Nationale Rechenzentrumsstrategie ist ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung Deutschlands als zentraler Rechenzentrumsstandort Europas und die digitale Wettbewerbsfähigkeit. Es kommt jetzt darauf an, dass das Digitalministerium die Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den anderen Ressorts konsequent umsetzt. Denn klar ist: Schnellere Genehmigungsverfahren und international wettbewerbsfähige Strompreise sind die harten Standortfaktoren, die darüber entscheiden, ob Rechenzentren überhaupt in Deutschland entstehen. Hier besteht weiterhin großer Handlungsbedarf. Ein Fokus bei der Umsetzung der Strategie sollte mit Blick auf die geopolitische Lage auch darauf gerichtet werden, nationale Rechenzentrumsbetreiber zu stärken.
Besonders begrüßen wir die Überlegungen hinsichtlich der Netzentgelte und Abgaben. Diese können dazu beitragen, die Mehraufwände aus dem Wegfall des Kundenanlagenstatus für neu errichtete Co-Location-Rechenzentren abzufangen. Dennoch bleibt insbesondere hinsichtlich des Verteilnetzstatus eine Rechtsunsicherheit.
Positiv bewerten wir zudem, dass Abwärmepotenziale von Rechenzentren künftig stärker in die kommunale Wärmeplanung einfließen sollen. Der Engpass liegt meist nicht bei den Rechenzentren, sondern bei fehlenden oder unzureichenden Wärmenetzen vor Ort. Klar ist aber auch: Es darf keine verpflichtende Regelungen zur Abwärmeabgabe geben, wenn Betreiber keinen Einfluss auf die Wärmeplanung haben.“
Über den BREKO
Als führender Glasfaserverband mit mehr als 540 Mitgliedsunternehmen setzt sich der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) erfolgreich für den Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Seine Mitglieder setzen klar auf die zukunftssichere Glasfaser und zeichnen für mehr als die Hälfte des Ausbaus von Glasfaseranschlüssen in Deutschland verantwortlich. Die über 260 im Verband organisierten Telekommunikations-Netzbetreiber versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete mit zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen. Im Jahr 2024 haben sie dafür 4,9 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen finden Sie unter brekoverband.de.
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