BREKO-Pressestatement zu Open-Access-Entgelten: Orientierungspunkte sollten Auftakt für ganzheitliche Betrachtung sein
Bonn, 22.09.2026 – Die Bundesnetzagentur hat heute Orientierungspunkte zu Entgeltprinzipien für den Open-Access-Zugang von Diensteanbietern zu Glasfasernetzen veröffentlicht. Dazu sagt Sven Knapp, Mitglied der Geschäftsleitung beim Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO):
„Dass die Bundesnetzagentur den Unternehmen Orientierung für die Gestaltung von Open-Access-Entgelten geben will, ist grundsätzlich der richtige Ansatz. Klare und verlässliche Rahmenbedingungen können dazu beitragen, Open-Access-Verhandlungen zu erleichtern und Kooperationen schneller zum Erfolg zu führen.
Die Entgeltfrage ist allerdings nur ein Teilaspekt eines deutlich größeren Gesamtbildes rund um Open Access und den Technologiewechsel von Kupfer auf Glasfaser. Aus unserer Sicht sollte dieser Aufschlag deshalb der Auftakt für eine ganzheitliche Betrachtung des Marktes sein, anstatt einzelne Themen nacheinander isoliert zu behandeln.
Dazu gehört insbesondere, neben dem Angebot von Open Access auch die Nachfrageseite und damit insbesondere die Rolle der großen bundesweiten Vorleistungsnachfrager stärker in den Blick zu nehmen. Nur wenn die Interessen und Rahmenbedingungen aller Marktteilnehmer und die aktuelle Marktsituation berücksichtigt werden, können tragfähige und langfristig funktionierende Open-Access-Strukturen entstehen. Dabei ist in besonderem Maße zu berücksichtigen, dass für einen flächendeckenden Glasfaserausbau weitere Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe notwendig sind.“
Über den BREKO
Als führender Glasfaserverband mit mehr als 550 Mitgliedsunternehmen setzt sich der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) erfolgreich für den Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt ein. Seine Mitglieder setzen klar auf die zukunftssichere Glasfaser und zeichnen für mehr als die Hälfte des Ausbaus von Glasfaseranschlüssen in Deutschland verantwortlich. Die über 260 im Verband organisierten Telekommunikations-Netzbetreiber versorgen sowohl Ballungsräume als auch ländliche Gebiete mit zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen. Im Jahr 2024 haben sie dafür 4,9 Milliarden Euro investiert. Weitere Informationen finden Sie unter brekoverband.de.
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