BREKO-Pressestatement: Deutsche Glasfaser erweitert Finanzierungsrahmen auf 1,8 Mrd. EUR - Klares Signal für den Glasfaserausbau in Deutschland

Der BREKO begrüßt ausdrücklich die Erhöhung des Finanzierungsrahmen bei seinem Mitgliedsunternehmen Deutsche Glasfaser.

Die deutliche Steigerung des Fremdkapitals auf 1,8 Mrd. EUR ist ein weiteres klares Signal, dass das Geschäftsmodell Glasfaserausbau in Deutschland funktioniert und für Finanzinvestoren hochinteressant ist. Im November 2019 hatte der Infrastruktur-Investor EQT das BREKO-Mitgliedsunternehmen Inexio für rund 1 Mrd. EUR übernommen. Zudem investierten Finanzinvestoren in der jüngeren Vergangenheit auch in regional tätige BREKO-Netzbetreiber wie Goetel, Ndix oder Titan Networks, die ebenfalls den Glasfaserausbau bis in die Gebäude (FTTB) und Wohnungen (FTTH) mit Nachdruck vorantreiben.

„Wenn wir es in Deutschland ernst meinen mit der Digitalisierung, führt am flächendeckenden Glasfaserausbau bis mindestens in die Gebäude kein Weg vorbei,“ betont BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. Albers weiter: „Unsere mehr als 200 Netzbetreiber tragen eine große Verantwortung für die digitale Zukunft unseres Landes und setzen voll auf den Glasfaserausbau.“

Die Beispiele zeigen sehr deutlich, dass im Telekommunikationsmarkt ausreichend Kapital vorhanden ist, um den Glasfaserausbau zu den Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen zu bringen. Umfangreiche Förderprogramme wie das vom Bundesverkehrsministerium geplante sog. “graue Flecken” Förderprogramm stellen dagegen erhebliche Markteingriffe dar. Hinzu kommt, dass die Förderverfahren sehr langwierig sind und bisher nur ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Fördermittel tatsächlich verbaut wurden (nach dem vorläufigen Abschluss des Bundesfinanzministeriums zum Bundeshaushalt 2019 vom 13.012020 wurden im Jahr 2019 von 2,4 Mrd. EUR lediglich 27,2 Mio. EUR abgerufen).

BREKO-Geschäftsführer Albers ist daher überzeugt: “Staatliche Förderung mit der „Gießkanne“ und ohne eine klare Priorisierung zugunsten besonders schlecht versorgter Gebiete wird den Glasfaserausbau nicht beschleunigen, sondern verlangsamen, da die eh schon knappen Tiefbau- und Planungskapazitäten in Förderprojekten gebunden werden und für den eigenwirtschaftlichen Ausbau dann nicht mehr zur Verfügung stehen”.

Albers abschließend: „Geld allein baut keine Glasfasernetze. Neben einer maßvollen Förderung brauchen wir Entbürokratisierung in Form schnellerer und einfacherer Genehmigungsverfahren und die Akzeptanz alternativer Verlegemethoden.“

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